Berufliches Neuland – mit Anne Schiefer und Romy Linden

Klartext – Liebe Anne, liebe Romy, wie genau würdet Ihr Euer berufliches Neuland beschreiben?

Anne: Vertraut und aufregend. Ich habe mir – ebenso wie Romy – gewünscht, mit jemandem zusammen etwas Neues zu starten. Neuland ist es für mich auch insofern, als dass ich sehr viel von dem, was ich in den letzten Jahren lernen durfte, bei Eifel Nomads zusammen bringen und einfließen lassen kann. Dieses Mal zusammen mit Romy auf eigene Faust.

Eifel Nomads ist die Agentur und Plattform für Naturliebende. Es ist ein Herzensprojekt von uns beiden und aus uns heraus und miteinander entstanden.

Wir bieten unsere Expertise als Leistungen an. Auf unserem Blog erfahren die Menschen über unsere Reise- und Vernetzungsaktivitäten. Wir unterstützen mit unseren Gaben Menschen, die Naturverbundenheit leben, auf ihre ganz individuelle und/oder gemeinschaftliche Art und Weise.

Romy: Heimat – gemeinsam mit Anne kann ich als Eifel Nomad meine gestalterische Kreativität und mein Interesse an neuen Begegnung ausleben und mich entfalten.

 

Motivation – Was treibt Euch an?

Anne: Zum einen das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun – für die Menschen und die Natur. Zum anderen unsere Freundschaft und das Aufgabenfeld an sich. Doch natürlich auch das positive Feedback von außen. 

Romy: Der Wunsch Gleichgesinnten und Interessierten in der Eifel und über die Region hinaus eine Plattform mit Fokus Naturverbundenheit im Kontext mit guter Gestaltung zu bieten.

 

 

Überwindung – Wovor hattet Ihr Angst? Bzw. Was hat Euch anfänglich zurückgehalten, Eure Idee zu realisieren?

Anne: Da unsere Idee ja peu à peu gewachsen ist, ist das schwer zu sagen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich etwas davon wirklich abhält. Etwas Sorge hat mir anfänglich nur die Finanzierung des Projektes bereitet.

Wir haben uns mit unseren Stärken gegenseitig unterstützt und ergänzt, uns Mut gemacht und Rücksicht genommen.

Romy: Zurückhaltung habe ich nicht empfunden, aber eine gewisse Angst vor der Eigendynamik des Projekts und dem regen Interesse an unserem Vorhaben und durch den damit verbundenen Input von außen unsere eigentlichen Motivationsgründe aus den Augen zu verlieren.

 

Unterstützer – Wer oder was hat Euch geholfen, Euer Ziel nicht aus den Augen zu verlieren?

Anne: Meine Schwester, meine Familie, meine Freunde und neue Begegnungen. Wir gegenseitig.

Doch auch vereinzelt Coachings und der Austausch mit Menschen, die sich in bestimmten Themenbereichen besser auskennen als wir.

 

Romy: Wir untereinander und unsere offene und ehrliche Kommunikation. Natürlich auch meine Familie und Freunde und deren Begeisterung für die Eifel Nomads.

 

 

Stolpersteine – Welches Talent hat Euch über schwierige Phasen hinweg geholfen? Und was habt Ihr daraus gelernt?

 

Anne: Ich denke das Wichtigste sind Ausrichtung und eine offene Kommunikation, insbesondere Toleranz und Selbst-Reflexion, doch auch die Reflexion der Stolpersteine.

Mir persönlich hilft es in solchen Situationen auch oft in die Natur zu gehen und mich dort wieder zu verwurzeln.

Höhen und Tiefen gehören zum Leben dazu. Die Systeme sind sehr komplex geworden, deshalb ist es umso wichtiger Bodenhaftung zu bewahren. Doch gleichzeitig sich auch nicht die Sicht auf eine höhere Ordnung/Perspektive zu verwehren.

Romy: Durch unser Einfühlungsvermögen und offenen Gespräche konnten wir Stolpersteine aus dem Weg räumen. Auch Geduld und Innenschau und auch eine gewisse innere Ruhe hat uns über schwierige Zeiten weggeholfen.

 

 

Erfolg – Was war der schönste Moment?

Anne: Unser Projekt wachsen zu sehen und die positive Resonanz zu erfahren. Und natürlich die gemeinsamen Ausflüge und Erlebnisse.

Romy: Es gab sehr viele schöne Momente. Angefangen bei unserem Treffen an den Maaren im Sommer 2017, unsere Ausflüge und unsere kleine Eifel Rundreise.

 

 

 

Neuland – Was hättet Ihr auf Eurem Weg nie für möglich gehalten?

Anne: Hmm, gute Frage… grundsätzlich halte ich alles für möglich. Doch ich finde die Unterstützung im Außen wirklich berührend und schön. Ich danke allen, die uns mit ihrer Kraft und ihren Worten immer wieder einen Anschub verpasst haben :-)

Romy: Dass wir mit unserer Idee in kurzer Zeit sehr viele Menschen erreichen und berühren und ihr Interesse und ihre Begeisterung für unser Tun wecken.

 

 

 

Neuorientierung – Welche drei Tipps gebt Ihr Gleichgesinnten (Gründerinnen) mit auf den Weg?

Anne: Sich immer wieder Freiräume schaffen, Blickwinkel verändern (Flexibilität) und Geduld haben. Lebenssituationen, Werte, Ziele können sich verändern, es ist wichtig, dass man sich diese Offenheit fürs Leben lässt.

Romy: Mut, Ausdauer und Geduld.

 

Ressourcen – Was ist Euer Lebensmotto?

Anne: Ich habe kein Motto. Ich finde es wichtig, dass man bestimmte Situationen, Menschen, Themen wirklich loslässt, an sich selbst arbeitet und die Veränderung, die man sich wünscht auch lebt. Der Herzensweg kostet vor allem Mut und erfordert möglicherweise auch gewisse Einsichten. 

Romy: „Always Love“ –  „Was du bei anderen entzünden willst, muss selbst in dir brennen.“

 

Zukunftspläne – Was ist Euer nächstes Projekt?

Anne: Da gibt es einige :-) Wir freuen uns auf jedes Einzelne. Auch wir dürfen dabei noch viel dazu lernen.

Romy: Nach dem Aufbau der Website und nächsten Interviews möchten wir unsere Plattform und Vernetzungsaktivitäten weiter ausbauen. Außerdem planen wir für die nächsten Monate eine Ausstellung über uns.

 

Inspiration – Wer oder was hat Euch inspiriert (Andere Gründer/innen, Bücher, etc.)?

 

Anne: Für das Projekt selbst war Romy eine meiner Inspirationsquellen, wie auch andere Menschen in meinem Umfeld, die mir nah stehen. Dann natürlich Aufenthalte in der Natur.

Die Gründerinnen und Gründer, die mir so begegnet sind. Vor allem Menschen, bei denen man das Gefühl hat sie sind bei sich selbst angekommen und zeigen dies auch nach außen.

Ein paar Fotografinnen, wie zum Beispiel Barbara von Woellwarth, haben mich inspiriert. Und meine selbstgewählten Lehrer/-innen und Mentoren.

Romy: Inspiriert haben wir uns gegenseitig – und die Natur. Bücher wie „Die Expedition“ von Bea Uusma , „The Outsiders – New Outdoor Creativity“ erschienen im Verlag gestalten und „Der Alchimist“ von Paulo Coelho haben mich angeregt und gestalterisch inspiriert.

 

Freizeit – Wo trifft man Euch?

Anne: An den Eifler Maaren, an der Mosel oder in Trier. Bei Freunden. Auf dem Gründerinnen Stammtisch in Trier ;-)

Romy: Gerne draußen beim Wandern, Radfahren oder am Fels, aber auch mit einem interessanten Buch auf dem Sofa und in gemütlicher Runde mit Familie und Freunden beim gemeinsamen Beisammen sein.

 

Liebe Anne, liebe Romy,

es freut mich total, Euch als unschlagbares Doppel in meinem Blog präsentieren zu dürfen! Ein respektvolles „Chapeau!“ meinerseits, was Ihr auf die Beine gestellt habt. Euer Tun trifft absolut den Zeitgeist! Und zeigt einmal mehr, wie man mit Herzblut, Engagement und harter Arbeit zu Erfolg und Zufriedenheit findet! Alles Gute für Euch weiterhin. Liebe Grüße, Susanne